Stufenweise: Wiedereinstieg in Training und Wettkampf-Vorbereitungen

Wie es mit dem Training beim SC Colonia weitergeht, ist nach den ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen durch die Bundesregierung noch unklar. Seit dem 07. Mai ist in einem ersten Schritt der kontaktlose Freizeit- und Breitensport auf Freiluftsportanlagen und im öffentlichen Raum erlaubt. Schrittweise soll auch eine Rückkehr zum Vereins- und Wettkampfbetrieb erfolgen. Bundesweit gilt dabei: Die Kontaktbeschränkungen werden erweitert und bleiben bis zum 5. Juni bestehen, ebenso die Hygiene- und Abstandsregeln. Großveranstaltungen sind bis zum 31. August verboten.

Die zehn DOSB-Leitplanken und die sportartspezifischen Übergangsregeln

Die Rückführung in die Normalität ist dabei Ländersache in voller eigener Verantwortung, so die Erklärung der Bundesregierung, mit der Folge, dass es zu unterschiedlichen Regelungen der einzelnen Bundesländer kommen kann – natürlich immer in Übereinstimmung mit den Leitlinien auf Bundesebene. Für den Sport allgemein hat die Medizinische Kommission des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Wofahrt von der Charité in Berlin die Grundlagen für die ersten Schritte vorgelegt. Diese bestehen aus den sogenannten zehn DOSB-Leitplanken, die von der Sportministerkonferenz der Länder als Grundlage für die sportartspezifischen Übergangsregeln der Fachverbände anerkannt wurden.

Die zehn DOSB-Leitplanken und die sportartspezifischen Übergangsregeln

Das Recht auf weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen liegt dabei bei den Ländern und den Kommunen und Aufgabe der Vereine ist es, ein geeignetes Konzept vorzulegen, das es gewährleistet, den Sportbetrieb unter Einhaltung der Vorgaben des Landes umzusetzen.

Boxtraining in der Sporthalle ab 30. Mai geplant

Der Nordrhein-Westfalen-Plan zur Regelung im Sport- und Freizeitbereich sieht für die einzelnen Bereiche unterschiedliche Stufen mit Zieldaten vor, die unter Beachtung der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens umgesetzt werden sollen. Nach dem ersten Schritt vom 07. Mai zur Regelung des Freizeit- und Breitensports in der Öffentlichkeit ist der Plan folgender:

Ab 11. Mai ist die Öffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen, sowie Kursräumen der Sportvereine unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen vorgesehen.
Und ab dem 30. Mai soll auch die Ausübung von sogenannten Sportarten mit unvermeidbarem Körperkontakt, wozu der Boxsport gehört, gestattet werden. Sportliche Wettbewerbe im Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig – wobei die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen nur unter Auflagen erlaubt ist.

Der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) hat dazu in Abstimmung und Mitwirkung der Ärztekommission des DBV ein umfangreiches medizinisches Sicherheitskonzept für Boxveranstaltungen im September/Oktober 2020 veröffentlicht, verweist aber gleich zu Beginn der Erklärung darauf, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schwierig sei, zukünftige Veranstaltungen zu planen. Prognosen zum weiteren Verlauf der Epidemie seien derzeit nicht nur unmöglich, sondern auch wissenschaftlich äußert fragwürdig. Das Sicherheitskonzept müsse insofern ständig aktualisiert und an die aktuelle Situation angepasst werden.

Das medizinische Sicherheitskonzept des DBV

NRW-Nachwuchs-Meisterschaften nach den Sommerferien möglich

Der Boxsport Verband Nordrhein-Westfalen (BSV NRW) hält weiterhin an dem Ziel fest, die NRW Meisterschaften im Nachwuchs nach den Sommerferien durchzuführen, so die Erklärung des Vorsitzenden Josef Gottfried auf der verbandseigenen Webseite.  Aufgrund der Dynamik der Allgemeinsituation sei dies aber nur möglich, sofern die Epidemie weiterhin in Grenzen gehalten werden könne, erklärt der Vorsitzende Gottfried weiter.

Dass es sich bei aktuellen sportlichen Planungen derzeit um Ziele handelt, deren Umsetzung auf wackeligen Beinen stehen, verdeutlicht ein Beispiel des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden: Nach zwei Corona-Fällen muss das gesamte Team des sächsischen Klubs zwei Wochen in Quarantäne und kann am Neustart der Liga kommende Woche nicht teilnehmen.

Beim SC Colonia werden die Verantwortlichen deshalb noch ein wenig die aktuellen Entwicklungen abwarten und bitten die Mitglieder weiterhin um Geduld bei Fragen zur Wiederaufnahme des Trainings.

In der Hoffnung, den Trainingsbetrieb sobald wie möglich wieder aufnehmen zu können, bedanken sich der Vorsitzende Prof. Dr. Rolf Sobottke und Geschäftsführer Hans Ehle im Namen des gesamten Vorstands des SC Colonia für das bisher aufgebrachte Vertrauen und Verständnis aller Sportler, Trainer und Mitglieder.