Führungswechsel: Prof. Dr. Ingo Froböse übernimmt Vorsitz

In der ersten Mitgliederversammlung seit Ende des Lockdowns erklärte der scheidende 1. Vorsitzende die Beweggründe für seinen Rücktritt.

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Sichtlich berührt schildert er zunächst, dass dieser für den Verein wichtige Schritt ihn gleichzeitig auch traurig mache und mit Wehmut erfülle. Denn: “Die Zeit als erster Vorsitzender hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Die Übergangsphase von der Ära Zimmermann bis zum heutigen Tage ist gut gelungen und der SC Colonia steht auf einem stabilen Fundament.”

Den Vortrag Sobottkes untermauernd, verwies Geschäftsführer Hans Ehle auf die wirtschaftlichen Zahlen, die trotz der Corona-Krise Stabilität aufweisen und zählte außerdem eine Reihe von sportlichen Erfolgen der jüngeren Vergangenheit auf, aus denen die Olympia-Teilnahme von Nadine Apetz und der Gewinn der U22-Europameisterschaft Stefanie von Berges herausragen.

Auch wenn man nicht immer in allen Punkten einer Meinung gewesen sei, so zum Beispiel bei der Frage um die Bedeutung des Cologne Boxing Worldcup.

“In meinen Augen ist diese hochqualitative, internationale Box-Veranstaltung, die gemeinsam mit dem DBV, dem Land und der Stadt gestemmt wird und bei der unser Verein Ausrichter ist, eine außerordentlich gute Gelegenheit, unseren Verein zu präsentieren”, setzte Prof. Dr. Rolf Sobottke seinen Vortrag fort.

Nach gemeinsamen erfolgreichen Jahren, sei es nun aber an der Zeit, mit einer Veränderung auf höchster Ebene neue Impulse zu setzen.

“Wechsel des ersten Vorsitzenden des SC Colonia richtig”

Neben einer Reihe von weiteren Argumenten für seinen Rückzug vom Vorsitz betonte er dabei die Notwendigkeit struktureller Veränderungen, vor allem im Hinblick auf eine Professionalisierung, mit dem Ziel, das Wachstum des Vereins auch weiterhin zu gewährleisten. Denn der Verein habe inzwischen eine Größe und Bedeutung im deutschen Boxsport erlangt, die diesen Schritt erfordere. “Und das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Deswegen ist prinzipiell ein Wechsel des ersten Vorsitzenden des SC Colonia richtig”, so Sobottke weiter.

Uneigennützig und weiterhin mit seinen Bemühungen ausschließlich auf das Wohl des Vereins abzielend, rechtfertigte er seinen Rücktritt und betonte dabei, dass niemand dafür besser geeignet sei, als der neue Vorsitzende:

“Entscheidend für den Wechsel ist aber, dass mein Nachfolger, Universitätsprofessor Dr. Ingo Froböse, durch seine Verwurzelung im Kölner Sport, durch seine Expertise mit Vereinen, durch seine eigene intensive sportliche Aktivität zu früheren Zeiten und seine mediale Begabung eine ausgesprochen gute Wahl ist. Ich bin mir sicher, dass er den Verein in die richtige Richtung lenken wird!”

Dann übernahm Geschäftsführer Hans Ehle das Wort und richtete seinen Dank an den nunmehr ehemaligen 1. Vorsitzenden “für die schönen und erfolgreichen, gemeinsamen Jahre in der Vereinsführung.”

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Ehle räumte ein: “Manchmal gab es heftige Kontroversen, aber letztlich ging es immer nur um den Erfolg des Vereins. Und die Ergebnisse geben uns recht: Kontinuierliches Wachstum auf allen Ebenen des Vereins haben die letzten Jahre geprägt, vor allem auch im Hinblick auf den sportlichen Erfolg. Wir haben den Verein gemeinsam und stetig nach vorne gebracht.”

“Mit Ingo Froböse werden wir neue Wege gehen  und die nächste Stufe erreichen, um den SC Colonia weiterhin erfolgreich zu führen”, fügte der Geschäftsführer hinzu.

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Zum Schluss übernahm der neue Vorsitzende das Wort und dankte den Mitgliedern für das in ihn gesetzte Vertrauen. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe beim Kölner Traditionsclub, der den Boxsport als eine der ursprünglichsten Sportarten überhaupt in besonderer Weise repräsentiert. Denn Boxen ist mehr als Sport und Kampfkunst. Boxen bedeutet auch Schulung des Geistes und Persönlichkeitsbildung“, so der Universitätsprofessor in seiner Antrittsrede als 1. Vorsitzender.

“Optimale Bedingungen für den Leistungssport und soziale Heimat für Kinder und Jugendliche”

In der Entwicklung des Vereins werde die Vereinsführung unter seinem Vorsitz schwerpunktmäßig zwei Ziele verfolgen: Zum einen werde die Einbindung unterschiedlicher sozialer Kulturen und Gruppen weiterhin ein großer Bestandteil der Vereinsarbeit bleiben. Der SC Colonia als feste Institution des Boxsports und als Teil des sozialen Lebens der Stadt wolle gewährleisten, dass unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen weiterhin in einer gemeinsamen Begegnungsstätte der sportlichen Aktivität zusammenkommen.

Dabei gehe es ihm „insbesondere darum, Kindern und Jugendlichen eine soziale Heimat zu gewähren, die ihnen eine Orientierung und eine Persönlichkeits-Entwicklung für ihr Leben geben sollte.“

Die zweite große Aufgabe sieht Froböse in der Förderung des Boxsports durch den Aufbau von teilweise professionellen Strukturen in manchem Bereichen, gerade im Hinblick auf Diagnostik, Training und Regeneration .„Wir wollen unseren Sportlern optimale Voraussetzungen für die Zukunft im Bereich der Leistungsentwicklung und des Spitzensports garantieren“, so der Experte für Prävention und Rehabilitation im Sport weiter im Kurzinterview.

(Lesen Sie weiter: Drei Fragen zum Amtsantritt – Kurz-Interview mit Professor Ingo Froböse)

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