Sie stand kurz davor, als erste deutsche Boxerin an den Olympischen Spielen teilzunehmen, als die Corona-Krise ausbrach und das Qualifikations-Turnier in London im März abgebrochen wurde. Es folgte eine Zeit der Ungewissheit, doch Nadine Apetz verlor ihren Traum von Olympia nie aus den Augen.
Auch wenn die Trainingsbedingungen seit Corona erschwert sind und an eine normale Wettkampvorbereitung derzeit nicht zu denken ist, arbeitet die erfolgreiche Boxerin des SC Colonia weiter hart daran, ihrer Karriere mit der Olympia-Teilnahme in Tokio den krönenden Abschluss zu verleihen. Wenn alles planmäßig verläuft, sichert sich die Weltergewichtlerin, die neben den täglichen Einheiten mit Trainer Lukas Wilaschek auch an ihrer Doktorarbeit in Neurowissenschaften feilt, vor dem großen Turnier schon mal einen anderen Titel und reist dann hoffentlich als Doktor Apetz nach Tokio.

Serge von Berge und Lukas Wilaschek

Was in der Boxer-Szene schon eine Weile bekannt war, wurde in der Zwischenzeit auch von offizieller Seite bestätigt: Der SC Colonia verliert zwei seiner langjährigen Trainer an die nationalen Boxsport-Verbände.