Das Turnier begann mit einer kleinen Verspätung. Eine Rekord-Teilnehmerzahl war Ursache für die große Menge aus ungeduldig wartenden Boxerinnen und Boxern, die sich zur ärztlichen Untersuchung vor der Kabine von Dr. Jan Siewe und dessen Ärzte-Team eingefunden hatte. Zum ersten Mal an diesem Nachmittag bewiesen die Gastgeber organisatorische Flexibilität und die Mediziner meisterten die schwierige Situation, indem sie etwa 100 Athleten in Rekordzeit durch die anfängliche Hürde des Turniers führten.

Bereits hier deutete sich an, dass an diesem Tag nicht alles einen normalen Verlauf nehmen und der Abend voller Überraschungen stecken sollte. Noch während der Austragung der Halbfinal-Kämpfe erreichte Colonia-Geschäftsführer Hans Ehle die Nachricht vom angekündigten Sturm-Chaos für den Sonntag. Was alle befürchtet hatten, bewahrheitete sich schon bald: Die Fortsetzung des Dompokals wurde aufgrund von Sicherheitsrisiken abgesagt. In der großen Pause des ersten Kampftages setzten sich die Colonia-Verantwortlichen rasch zusammen und entschieden während eines kurzen Krisenmanagements spontan, den Dompokal dennoch an diesem Abend seinen Siegern zu überreichen. Eine lang andauernde Box-Veranstaltung fand mit ihrer vorgezogenen Siegerehrung den krönenden Abschluss .

Für den Gastgeber holten sechs Kämpfer den Pokal in der Einzelwertung:

Sebastiano Rizzo (Kadetten, 40 KG)

Samwel Abreyan (Kadetten, 42 KG)

Nikolaus Wilms (Jugend, 56 KG)

Raschid Sangsari (Junioren, 50 KG)

Davud Husnutdinov (Junioren, 66 KG)

Carlo Rizzo (Elite, 64 KG)

Der Pokal für die beste Mannschaft des Turniers ging an BC Kaliningrad aus Russland. Den Pokal „Bester Techniker“ des Turniers erhielt Oussama Kebdani von BT Duisburg und die Ehrung „Bester Kämpfer“ ging an Kelvin Soguessa vom Boxclub Prag.